Wo die wilden Studenten wohnen könnten (Fortsetzung)

Und wir gehen in die nächste Runde (erste Runde: Wo die wilden Studenten wohnen), Darmstadt vs. Bima. Die ehem. Kasernen im Süden Darmstadts stehen nachwievor leer und niemand hat so richtig die Eier in der Hose mal effektiv etwas dagegen zu unternehmen.

Knapp fünf Jahre nach Abzug der Amerikaner stehen mehr als 50 Hektar ehemalige Kasernenflächen leer – teils mit nutzungsbereiten Wohngebäuden bebaut. Mitten in einer Stadt, die wegen steigender Einwohner- und Studierendenzahlen unter Wohnungsknappheit ächzt.

via Darmstädter Echo

Mehr Wohnfläche, weniger Charme

Darmstadt wächst und braucht daher mehr bezahlbaren Wohnraum, der momentan durch Verdichtung geschaffen wird. Nun kann man davon halten was man möchte, Fakt ist aber, dass Darmstadt bereits jetzt eine der Städte mit der höchsten Betondichte Deutschlands. Wenn weiterhin so fleißig nachverdichtet wird wie bisher, verliert unsere schöne Stadt mehr und mehr an Attraktivität. Ich persönlich wohne im Postviertel in einer Gegend die durch die Verdichtung bereits einiges an Charme verloren hat. Anstelle der Rasenflächen zwischen den mittlerweile grundsanierten Gebäuden, die zugleich mit mehr Wohnfläche ausgestatten wurden, befinden sich mittlerweile Parkplätze.

Hickhack oder die Frage nach der Schuld

Wer die Schuld an dieser Misere trägt ist bisher nicht abschließend geklärt. Einerseits wird der vorangegangenen Regierung (manche erinnern sich vielleicht noch an diese SPD) vorgeworfen, in dieser Stiuation inkompetent und verhalten habe und die Konversion habe schleifen lassen. Auf der anderen Seite steht aber auch die aktuelle Regierung in der Pflicht hier endlich etwas zu unternehmen. Es scheint aber mal wieder wichtiger zu sein ein neues Prestige Projekt für Darmstadt auf die Beine zu stellen. Sei es ein Tunnel, den niemand so wirklich braucht, eine ICE-Trasse oder spezielle Fahrradstraßen. Wenn jetzt noch neue Kindergärten gebaut werden sollen, obwohl auf den betroffenen Konversionsflächen eine, laut Hanno Benz

“mit wenig Aufwand herzurichtende Kita mit Platz für 150 Kinder verfalle.”

via echo
stellt sich in gewisser Weise doch die Frage nach der Kompetenz unserer aktuellen Regierung.

 

Wo die wilden Studenten wohnen

Nach dem Abi geht’s studieren. So weit so gut, nur braucht man dafür idealerweise ein Dach über dem Kopf. Ausgerechnet in der “Wissenschaftsstadt” Darmstadt kann das allerdings ein teurer Spaß werden.
Genügend Wohnraum wäre eigentlich vorhanden. Sowohl die Lincoln-Siedlung (in 3D), als auch die Cambrai-Fritsch-Kaserne (Video) stünden problemlos als Wohnquartiere für Studenten zur Verfügung, allerdings scheint es bei der Öffnung der Areale weniger Probleme als eher Vorbehalte, welcher Natur auch immer, zu geben:

Geplant war, im Wintersemester 2012/13 zunächst 50 Wohnungen in einem nicht belasteten Wohnblock zu vergeben, die restlichen 100 nach der Schadstoffbehandlung, die in diesem Fall bedeutet hätte, den belasteten Boden mit PVC-Belägen zu verkleben.

via Darmstädter Echo


via forgotten memories

Es scheint als ginge es momentan eher darum einen Schuldigen zu finden, als das Wohnungsproblem zu lösen. Über die Gründe kann hier nur spekuliert werden. Am Ende scheint es wohl darum zu gehen, bloß nicht die überhöhten Mietpreise in Darmstadt zu gefährden, denn das wäre ja schlecht für die Wiederwahl. Riecht es hier etwas nach Lobbyismus? Weiterlesen

603 vorerst geschlossen

Es erreicht micht gerade die Nachricht, dass das 603qm alias Stoeferlehalle oder einfach nur “die Halle”, vorerst geschlossen ist.
In der Meldung des Darmstädter Echos heißt es

Mit lauten Veranstaltungen bis in die frühen Morgenstunden wird in der nächsten Zeit in der Stoeferlehalle an der Alexanderstraße erstmal Schluss sein. Das Ordnungsamt gibt dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der TU Darmstadt keine Genehmigung, alkoholische Getränke ausschenken zu dürfen – und macht einen weiteren Betrieb der Stätte von einer aktualisierten Baugenehmigung abhängig, die der gegenwärtigen Größe und Zielgruppe der Veranstaltungen angemessen ist.

via echo-online

Der hier angeschlagene Ton ist doch recht eindeutig. Man muss wohl davon ausgehen, das die “lauten Veranstaltungen bis in die frühen Morgenstunden” wohl einigen Anwohnern (hier kann ich mir eigentlich nur die Insassen des nebenan gelegenen Hotels vorstellen) zu viel wurden. Weiterlesen

Gewitter über Darmstadt

Kurzmitteilung

Huiiii,
hier geht gerade die Welt unter. Windböen, Gewitter und ein Platzregen vom feinsten.
Dazu jetzt noch ein bisschen Hagel… Zwar schätze ich die Abkühlung, bei dem Wetter den Balkon zu retten und dazu gleich noch eine Dusche zu nehmen ist aber eher unangenehm.